Politik, bist Du irre?

Kategorien Politik
Eine eigene Meinung haben

In Deutschland eine eigene Meinung zu äußern, die nicht im Windkanal politischer Korrektheit optimiert wurde, birgt das Risiko eines Himmelfahrtskommandos!

Ein falsches „Like“ und Deine Karriere ist im Eimer. Einmal Kritik geübt und Du bist als Nazi enttarnt. Warum also mit dem Thema Politik freiwillig ein Minenfeld betreten?

Weil es wichtig genug und notwendig ist!

Das übergeordnete Thema dieses Blogs ist das Streben nach Unabhängigkeit. Zu einem selbstbestimmten Leben gehört daher auch, sich auf diesem Felde Gedanken zu machen und es nicht Anderen zu überlassen zu entscheiden, was politisch richtig und falsch ist. Betreutes Denken ist der direkte Weg in die Unmündigkeit.

Ein tiefer Graben

In der öffentlichen Wahrnehmung ist Deutschland politisch tief gespalten. Und zwar nicht erst seit der Flüchtlingskrise 2015. Gender Mainstreaming, Bildung, Umwelt, EU, Multikulti, Kapitalismus, Religion u.v.m. waren auch vorher schon da. Allein der Graben ist jetzt selbst für den politisch Uninteressiertesten nicht mehr übersehbar.

Der Eindruck ist, dass häufig nur noch miteinander geredet wird, wenn die Ansichten deckungsgleich sind. Ansonsten besteht die Kommunikation weitestgehend aus gegenseitiger Beschimpfung ob der idiotischen, andersartigen Einstellung.

Ein weiteres Übel unserer Zeit sind die vielen selbsternannten Moralpolizisten, die sich für keine Schlammschlacht zu schade sind, um Andersdenkende zu diskreditieren und öffentlich zu denunzieren. Sie sind nicht unbedingt mehrheitsfähig, aber sehr laut und aggressiv. Interessanterweise sind es gerade diejenigen, die Kampfbegriffe wie «Vielfalt» und «Toleranz» groß auf ihre Fahnen geschrieben haben, die am wenigsten davon Menschen zugestehen, die ein anderes Weltbild haben als sie selbst. Angetreten waren Sie Ende der 1960er Jahre, um für Freiheit und Aufklärung zu kämpfen. Unter ihren geistigen Nachfahren finden sich heute die größten Spießer und Dogmatiker vor dem Herrn.

Zu dem bunten Treiben gesellen sich allerhand Spinner von links- und rechts-außen, die genauso wenig den Schuss gehört haben.

Und alle anderen? Sie schütteln frustriert den Kopf und sagen am besten gar nichts, um nicht in die Schusslinie zu geraten. Bloß nichts Falsches sagen. Nur nicht anecken! Diese Gruppe nennt sich schweigende Mehrheit.

Kinders, das ist doch scheiße!

Viel Ahnung von Politik habe ich zwar nicht, ich geb’s ja zu, dafür aber einen großen Wunsch («I have a dream…»). Eigentlich sind es zwei.

  1. Mehr unabhängiges Denken
  2. Weniger Gesinnungs-Inzest

In Zeiten von Fake News, ideologie-lastigen Medien und den unzähligen Quacksalber-Experten ist es dringender denn je geboten, sich eine Portion Ungebundenheit im Oberstübchen zu bewahren. Jeden (auch den offiziellen!) Mist für bare Münze zu nehmen, ist keine gute Idee. Nachfragen, hinterfragen, selberdenken!

Es braucht zudem neue Ideen und den Austausch unterschiedlicher, auch gegenteiliger Ansichten. Mischlingskinder aus weit entfernten Gen-Pools sind bekanntlich oft besonders schöne und kluge Wesen. Wäre es nicht denkbar, dass dies auch auf das Denken zutrifft? Zumindest kann es mit Sicherheit nicht gesund sein, wenn sich lediglich Gleichgesinnte geistig «befruchten».

Brücken bauen

In meiner Utopie von Deutschland redet man wieder miteinander. Nicht nur trotz, sondern gerade wegen unterschiedlicher Ansichten. Man zankt und fetzt sich gerne auch leidenschaftlich über politische Themen, jedoch OHNE Moralkeule, Hasstiraden, unsägliche Vergleiche und hirnloses Niederbrüllen. Verbale Baseballschläger und Molotow-Cocktails bleiben zuhause.

Man hört sich gegenseitig zu und lernt.

Macht es wie im Karate: erst kloppen, dann umarmen.

Vielleicht entstünde daraus mal was, das unser Land verbessert, anstatt es weiter zu vergiften.

Viele Grüße

Olliwaa

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